Mittwoch // 31.01.2018 // 19 Uhr // LiZe (Dahlienweg 2a, Rgb.)

In der deutschen (extremen) Rechten werden offen Sympathien für Russland gehegt und ihre AkteurInnen – von RechtspopulistInnen bis NeonazistInnen – versuchen Kontakte in das Land aufzubauen. Ideologischer Hintergrund dürfte hierbei sein, dass „Der Westen“ als Inbegriff für gängige Feindbilder – wie zum Beispiel der verhassten Moderne und des Liberalismus – gilt und Russland als Gegenstück dazu erscheint. Mit dem Eurasismus – einer sehr erfolgreichen extrem rechten Strömung in der Russischen Föderation – ist hierfür auch ein Anknüpfungspunkt gegeben.

Der Vortrag beleuchtet die Russland-Strategien der westeuropäischen (extremen) Rechten, zeigt die Hintergründe der russischen Unterstützung für Organisationen auf und blickt auf die Folgen.

Jörg Kronauer // Freier Journalist und Buchautor aus London, Referent des Antirassistischen Bildungsforums Rheinland

Mittwoch // 28.03.2018 // 19 Uhr // LiZe (Dahlienweg 2a, Rgb.)

Seit Jahren baut die europaweit agierende extrem rechte Gruppierung »Die Identitäre Bewegung« an eigenen Strukturen, um jugendlichen AdressatInnen ein breites Angebot an soziokulturellen Aktivitäten anbieten zu können. „Wir sind patriotische Streetworker“, mit dem Ziel einer „patriotischen Erziehung der Jugend“ wird dabei verlautbart. Vorbild dürfte hierbei die neofaschistische italienische Gruppe »Casa Pound« sein, die zahlreiche Stadtteilzentren unterhält und sich in größeren Städten als SozialarbeiterInnen – zum Beispiel in der aufsuchende Jugend- sowie der Communityarbeit – betätigt.

Der Vortrag wird einen, in der bisherigen Auseinandersetzung mit neueren extrem rechten Gruppierungen, eher marginalisierten Punkt aufgreifen: Die konkreten Manifestationen dieser Ideologie in der reaktionären Besetzung sozialen und kulturellen Raumes.

Jerome Trebing // Sozialarbeiter und Soziologe aus Wien; Twitteraktivist (@MenschMerz)

Mittwoch // 27.06.2018 // 19 Uhr // LiZe (Dahlienweg 2a, Rgb.)

Bei der bayerischen Landtagswahl 2013 konnten radikale rechte Parteien mit Ergebnissen unter 1 Prozent der gewählten Stimmen keine Erfolge für sich verbuchen. Mit dem Erstarken der radikalen Rechten in den letzten Jahren und der Etablierung der Partei »Alternative für Deutschland« als politische Kraft wird es aber bei dieser Erfolglosigkeit in der kommenden Landtagswahl im Herbst 2018 nicht bleiben. Der Vortrag wird deshalb parteipolitische radikale rechte AkteurInnen beleuchten und eine Prognose für deren Einzug in den bayerischen Landtag stellen.

Robert Andreasch // Freier Journalist, Mitarbeiter vom Antifaschistische Informations-, Dokumentations- und Archivstelle München e. V. (aida e.V.)