Mittwoch // 28.02.2018 // 19 Uhr // LiZe (Dahlienweg 2a, Rgb.)

In den Jahren zwischen 2000 bis 2007 hat der «Nationalsozialistische Untergrund» (NSU) mindestens neun Menschen aus rassistischem Motiv ermordet. Im Mai 2013 begann der Strafprozess gegen fünf Angeklagte, unter anderem wegen dieser Taten und der Unterstützung des NSU vor dem Oberlandesgericht München. Seit Sommer 2017 ist das Verfahren in die Plädoyerphase eingetreten, seit Mitte November hält die Nebenklage ihre Plädoyers und Nebenkläger*innen geben eigene Erklärungen ab. Es stehen in diesen  die Perspektive der Angehörigen und Betroffenen im Vordergrund. Eine davon wird von Antonia von der Behrens, eine der Rechtsanwält*innen der Hinterbliebenen des vom NSU ermordeten Mehmet Kubaşık, vertreten.

Im Vortrag wird die Referentin eine vorläufige Auswertung des Prozesses geben und dabei Kritik an den Ermittlungen und am Prozess üben, da diese das den Angehörigen gegebene Aufklärungsversprechen nicht einlösen.

Antonia von der Behrens // Rechtsanwältin aus Berlin, Nebenklagevertreterin im NSU-Prozess